Zukünftige Frauen-Gesellschaften in Wald, Feld und Wiese

In einer künftigen matriarchalen Gesellschaft wird es keine Maschinen-angepassten Landschaften mehr geben. Diese riesigen Ackerflächen, die man durchreisen muss, die einen vor quälender Langeweile fast aus dem Zug springen lassen, die gäbe es nicht mehr. Die Wüsteneien der Agrarindustrie wären in kleinflächige Gartenstücke mit Wildblumenrainen verwandelt. Die Landwirtschaft würde sich auf einen  kleinräumigen Bio-Anbau beschränken, der werder Krebs noch Langeweile provoziert. Zumal sich nur mittels Kleinlandwirtschaft und Gärten die Bodenverhunzungen der Herren des Agrobusiness´ wieder heilen lassen.  Zwischen den Gärten gäbe es für die Spaziergänger durchsichtige Zäune, auf dass auch die Landlosen sich an der Blütenpracht erlaben könnten. Wo genügend Platz ist, wären Gärten durch bunte Hecken mit allerlei blühenden und fruchttreibenden Sträuchern und Büschen eingefaßt. Die Rehe aus den benachbarten Wäldchen knabberten die Brombeerschösslinge ab, so dass sich die Stachelbüsche nicht unmäßig ausbreiten, aber brütende Vögel oder Eidechsen genug  Schutz vor Katzen böten. Füchse, Turmfalken, Bussarde oder sogar Wildkatzen hielten die Mäusepopulation in Schach. Jede Gartenkolonie würde dafür Sorge tragen, dass zumindest ein Dachs und ein paar Enten sich an den überzähligen Schnecken im Salatbeet erlabten.

In den Dörfern hielten kleine Gruppen in den verwaisten Gemeinschaftshäusern, Hühner und Schafe gemeinsam, so dass alle, wenn sie wollen und können in die nächstgelegene Stadt zur Arbeit fahren können. Alleinstehende bewirtschafteten kleinere Gemeinschaftsgärten, an deren Rändern die Kinder einige Kaninchen in Freigehegen alten dürfen. Die, die gerne Spazierengehen, nähmen öfter auch mal den Nachbarinnen und Nachbarn ihre Ponys, Ziegen und Hunde ab, so daß alle und auch die Tiere mal etwas rauskommen und sich bewegen können. Und die Entlasteten zuhause ihren Arbeiten nachgehen können oder auch ein schönes Buch lesen können. Die Schweinehaltung wäre nur noch in Größenordnungen einer sinnvollen der häuslichen Überschuß und Resteverwertung gestattet. Geschlachtet und Fleisch gegessen würde nur noch selten und zumeist anläßlich hoher Festtage. Eine Corona-Viren und Schweinepest verbreitende Massentierhaltung wäre endgültig und weltweit verboten, ebenso wie Entlohungstrukturen und Arbeitslosigkeit, die illegalen Wildtierhandel fördern. Die Europäische Union organisierte vielmehr jetzt Exkursionen zu den Kleinbäuerinnen Rumäniens, Bulgariens oder sogar Äthiopiens, Kenias oder der Südsee, damit die Landwirtschaftstudierende Jugend und ältere Aussteiger eine nachhaltige, Natur- und Klimaangepasste Landwirtschaft sehen und erlernen kann.

In den matriarchalen Städten wären die Hauptstraßen in grüne Landschaftsparks mit vielen Radwegen verwandelt, während der verbliebende Autoverkehr sich mit den Nebenstraßen begnügen müßte. Da sich die meisten jetzt Klimaangepasst und um Krankheiten zu vermeiden, nahezu ausschließlich vegetarisch ernährten, gäbe es kaum noch Bedarf für Fahrten des Notarztwagen, da Herzinfarkte und Verkehrs-Unfälle drastisch zurück gegangen wären. Kleine Krankenhäuser in allen Provinzstädtchen machten überlange Fahrten zu den großen Kliniken und Herz-Zentren überflüssig, zumal sich letztere als stets unterausgelastest ökonomisch nicht tragbar erwiesen hatten.

Da die männliche Jugend nach dem Vorbild der Slow Food „Chefs“ jetzt vermehrt das Kochen übernommen hätte, erhielten alle Mädchen auch die des globalen Südens gute Ausbildungen. Folglich bekämen sie nur noch selten und nur dann Kinder, wenn sie es wirklich wollten und ein entsprechendes soziales und natürliches Umfeld das Kindergroßziehen unterstützten. Die Erfinder der Erdzerstörenden Mega-Maschinen müssten für entstandene Folgeschäden aufkommen und würden andernfalls gesellschaftlich geächtet. Krankenschwestern und Sozialarbeiterinnen würden weltweit angemessen entgolten. Landwirtschaftliche Subventionen würden – wenn überhaupt noch – ausschließlich an Hirten kleinerer Herden und Kleinbäuerinnen in Gebirgslagen gehen, damit sie für alle eine Klimaangepaßte Landwirtschaft betreiben könnten. Die Klimaschutz-Jugend unterhielte ein Austauschprogramm, mittels dessen die Städter in den Ferien auf´s Land kämen, um Bauern und Pastoralisten beim Hüten der Tiere und beim Ackerbau zu helfen, damit alle mal verreisen können…

Heutige Frauen setzten sich am 8. März blumig für den Erhalt von Wohnraum ein:

https://www.youtube.com/watch?v=rNX7ayZPHAs&t=60s

Das Beitragsbild zeigt verschiedene Fruchtbarkeits- resp. Pacha Mama Idole, Foto: (c) EM-R