Parks voll wie Badeanstalten

Der neu entstandene Park auf dem Berliner Gleisdreieck wird von vielen Seiten hochgelobt. Der Regierende Bürgermeister Müller freut sich, dass er so gut angenommen wird. Und die Jugend schätzt den tragfesten Rasen und die zahlreichen Möglichkeiten zu Spiel und zum Chillen. In Corona-Zeiten war und ist der dicht umbaute Park voll wie zu normalen Zeiten nur städtische Badeanstalten im Hochsommer. Eine Erweiterung der Parkfläche wäre angesichts dieses hohen Bedarfs zumal der neuen Anwohnerschaft in den vielen Neubauten dringend geboten. Stattdessen soll der Park auf dem Gleisdreieck weiter zugebaut werden, nun sogar mit nichtsnutzigen Büro-Hochhäusern, obschon die doch in Post-Corona-Zeiten immer weniger gebraucht werden. Der freie Blick vom Westrand des Parks auf die aufeinandergestapelten U-Bahnhöfe namens „Gleisdreieck“ wäre künftig verstellt resp. von Hochhäusern umzingelt, die ihre langen Schatten zu bestimmten Tages- und Jahreszeiten über den ganzen Westpark bis weit über die Parkgrenzen schicken würden. Ost- und Westpark wären optisch keine Einheit mehr, das Grün des Museumparks wäre nicht mehr zu sehen. Wird die rot-rot-grüne Regierung von ihren Verwaltungen und Investoren an der Nase herumgeführt, so wie vor kurzem auch am Kreuzberger Mehringdamm, wo funktionierende grüne Hochbeete, die die Fußgänger an der Ladenzeile freundlich von den Autoabgasen abschirmten mirnichtsdirnichts asphaltiert wurden? https://gleisdreieck-blog.de/2021/04/22/argumente-gegen-die-urbane-mitte-im-stadtentwicklungsausschuss/

Mehr zum Park auf dem Gleisdreick siehe auch im neuen Heft ders „Stadt + Grün“  sowie auch im Buch „Urban Grdening in Berlin – Touren zu den neuen Gärten der Stadt“ von Elisabeth Meyer-Renschhausen erschienen im Bebra Verlag.