10 Jahre Allmende-Gärten

 

Vor zehn Jahren begann es: Die beliebten Allmende-Gärten, also die Gemeinschaftsgärten auf dem Tempelhofer Feld, wurden von etwa 13 verrückten Community Gardners, vor allem Frauen aber auch Männern aus allen Altersgruppen,  gegründet. Viele von ihnen waren erwerbslos und engagierten sich  für Selbsthilfemöglichkeiten aller Art sowie das bedingungslose Begrünen der Stadt. Sie pflanzten Mangold und Zucchini, Tomaten, Mais und Topinambur und schufen so in Berlin  von heute auf morgen über 100 interkulturelle Gemeinschaftsgärten, darunter die des Allmende-Kontors auf dem Tempelhofer Feld. Diese neuen „Commons“ wurden ein absoluter Erfolg, sie leiden – wie alle diese pionierhaften Gemeinschaftsprojekte – vor allem an zu großer Beliebtheit. Durch eine gewisse Übernutzung durch allsonntägliche Besucherherrscharen zumal in regenreichen Sommern wirken die Rasenstücke oft traurig niedergetrampelt. Egal: die Gärten waren gerade in merkwürdig eingesperrten Corona-Zeiten den Menschen als kleines out-door-Ziel ein großer Trost.

Die Berliner Allmende-Gärten auf dem ehemaligen Flugfeld gehören zu dem weltweiten Trend zu einer neuen städtischen Agrarkultur, „Urban Agriculture“, community gardening, Interkulturelle Gärten, sie alle sind ein Trend, der von hochentwickelten reichen Norden bishin in die Armutsviertel der Großstädte des globalen Südens reicht, der vor allem in der Entwicklungsarbeit große Anerkennung findet, denn er ernährt nicht nur, sondern schafft auch sozialen Frieden.

Über die Gemeinschaftsgärten des Allmende-Kontors und manche ihrer Gründerinnen oder ihre ersten Vorstandsmitglieder und Kompost-Spezialisten ist schon so manches geschrieben worden, u.a. hier  und zudem wie es dazu kam:

Gerda Münnich: https://taz.de/!5401781/
Hildegard Handke: https://taz.de/Sie-findet-das-Stadtleben-prima/!5409434/
Iris Bührmann: https://taz.de/Der-Hausbesuch/!5714406/.

wie es zum Namen "Allmende-Kontor" kam 
http://www.wloe.org/Elisabeth-Meyer-Renschhau.599.0.html
und wie es funktioniert:
http://berlin.imwandel.net/portraet/biw-13-allmende-kontor-tempelhofer-feld-urban-gardening-berlin/
und es entstanden auch Bücher dazu:
https://www.welt.de/regionales/berlin/article138116882/Hauptstadt-will-wie-New-York-bluehen.html